Arbeitgemeinschaft Kulturgeschichte

Mitglied der Freizeitgemeinschaft Siemens e.V.

Exkursion II / 2013 - nach Niederbayern: nach Metten, Niederaltaich und Osterhofen-Altenmarkt

Am 28 Juni 2013 fuhren wir mit unserem Bus zuerst nach Metten. Nach dem schlimmen Hochwasser  der Donau erfuhren wir, dass  das Klostergebäude (mit der barocken Bibliothek) und die Kirche verschont geblieben sind und wir so in einer Führung uns diese Gebäude anschauen konnten.  aP9090001-b
  Die Benedektinerabtei Metten wurde erstmals im Jahre 766 erwähnt (gegründet von Gamelbert und Utto).
Legenden sprechen von Kaiser Karl dem Großen als Gründer im Jahr 792. - Das Kloster Metten entwickelte sich zu einem
kulturellen und geistigen Zentrum. Aus den karolingischen, später romanischen bzw. auch gotischen Anfängen wurde
durch Umbau die Anlage im 18. Jahrhundert barockisiert. - Die Bibliothek brilliert mit Stuckfiguren von Holzinger und
Deckengemälden von Waräthi. Leider herrscht dort ein Fotografierverbot. Wer sich ein Bild von dieser Bibliothek
machen möchte kann stattdessen folgende Seiten besuchen: Bilder der Bibliothek  
 Wir besuchten dann die ebenso barockisierte Klosterkirche – mit Stuck von Holzinger  und Deckenfresken von Asam und Heindl ausgestattet. 
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 Das nächste Ziel war Niederaltaich, hier besichtigten wir  ein der Überlieferung nach im Jahr 741 von Herzog Odilo von Bayern gegründetes, an der Donau liegendes Benediktinerkloster.
Nach zahlreichen Bränden wurde die Klosterkirche 1306 wieder errichtet; nach neuerlichen Bränden dann im 17. Jahrhundert steht die Klosterkirche nun im barockisierten Schmuck 
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 Der Italiener d’Aglio unter Mithilfe von Holzinger schufen den Stuck und die schönen barocken Reliefs. Die Decken- und Seitenschifffresken schuf Haindl. 
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In der Sakristei steht ein künstlerisch vollendetes Schrankwerk, das wertvolle Stücke enthält: z.B. den sogen. Godehardstab.
 

In einem Flügel der Abtei wurde eigens eine "byzantinische Kirche" errichtet.
Jeden Tag wird das Stundengebet sowohl nach "lateinischem Ritus" (westlichem), als auch nach "byzantinischem Ritus" (östlichem) gehalten.
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Das letzte Ziel unserer Besichtigungsfahrt in das „bayerische Kirchenbarock“ war Osterhofen-Altenmarkt mit der Asambasilika. Im Jahre 833 war an diesem Platz eine königliche Pfalz, die im 11. Jahrhundert zu einem Chorherrenstift wurde. Später verfiel die mittelalterliche Anlage.
Die jetzige Pfarrkirche wurde 1726 von Johann Michael Fischer völlig neu errichtet und von den Brüdern Cosmas Damian und Egid Quirin Asam ausgestattet.

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Wegen der üppigen Gestaltung im Inneren mit reichem Stuck gilt das Bauwerk als ein Meisterwerk spätbarocker Kirchenbaukunst.   
   
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In der Vorhalle unter dem Turm porträtierte der Maler Cosmas Damian Asam sich selbst  

Autor: E. Mikulaschek